Osteopathie Düsseldorf | Bowen-Therapie
Osteopathie in Düsseldorf

Die Bowen-Therapie wurde in Australien auf Basis von osteopathischen und orthopädischen Standards durch Thomas Bowen entwickelt. Gepaart mit seinen eigenen Erkenntnissen und Beobachtungen ist eine über Jahrzehnte weiterentwickelte sanfte osteopathische Form der Behandlung entstanden.

Es werden gezielt die relevante Rezeptoren, angefangen in der Haut, in den Muskeln und Organen aber vor allem in den Faszien stimuliert. Die Faszien beherbergen die höchste Anzahl an Rezeptoren und sind immer auch Bestandteil der anderen Gewebearten um Stabilität und Flexibilität zu gewährleisten.

Eine häufige Ursache für körperliche Beschwerden des Bewegungsapparats, des Nervensystems und der inneren Organe ist ein zu viel oder zu wenig an Spannung in den Faszien.

Mögliche Ursachen für Dysfunktionen:

  • Fehl- und Überbelastungen
  • Einseitige Belastungen: Arbeitshaltungen, Sportarten, Training
  • Langes und falsches Sitzen (z.B. am Arbeitsplatz, Schule, Studium)
  • Schwere Hebetätigkeiten
  • Schlafposition in Bauchlage (starke Belastung der Halswirbelsäule)
  • Zu wenig, zu viel oder falsche Bewegung
  • Zu geringe Flüssigkeits-Aufnahme (Trinkmenge und Nahrung)
  • Operationen, Brüche
  • Traumata, Unfälle, Verletzungen

Faszien aus Sicht der Osteopathie | Bowen-Therapie

Die Faszien des Körpers sind miteinander verbunden und durchziehen den gesamten Körper ähnlich einem Netzwerk. In den Faszien laufen Nerven, die dem Gehirn Informationen über Entzündungen, Knochenbrüche oder Fehlstellungen der Gelenke geben. Als Transportweg für die Nervenbahnen sind gesunde Faszienstrukturen Voraussetzung für die planvolle Gestaltung des Körpers (strukturelle Integrität).

Sind Teilbereiche des Bindegewebes (Faszien) unterversorgt oder verklebt, können die Nerven die Informationen zum oder vom Gehirn nur eingeschränkt weiterleiten.

Die Behandlung

Die Behandlung besteht in der Abfolge von mehreren Griffen, gefolgt von von ca. 2-minütigen Pausen. In diesen Pausen erhält der Körper die nötige Zeit, die Impulse zu verarbeiten. Die Therapie wird direkt auf der Haut durchgeführt, kann in Ausnahmefällen aber auch auf dünner Baumwoll-Kleidung angewandt werden.

Behandlungsdauer: zwischen 45 und 50 Minuten.

Der Erst-Termin (ca. 80 Minuten) umfasst:
Anamnese-Gespräch
Körperbegutachtung
Körper-/Bewegungs-Testungen
BEHANDLUNG
Beratung/ Übungen

Die Osteopathie | Bowen-Therapie löst an den entsprechenden Stellen die Verklebungen und versetzt damit den Körper in die Lage, diese Stellen optimal zu versorgen. Die Behandlung ist sanft und nahezu schmerzfrei und daher auch sehr gut für Babys, Kinder und ältere Menschen geeignet.

Rezeptoren: "Der direkte Draht zum Hirn"

Der direkte „Draht“ zum Hirn:  Rezeptoren, die körpereigenen Messstellen
Diese Fasern des peripheren Nervensystems haben die Aufgabe, den Körper zu schützen und ihn anzuregen. Um einen gesunden Grundzustand wiederherzustellen werden zwei Arten von Rezeptoren (Propriozeptoren, Nozizeptoren) gezielt stimuliert.

Propriozeptoren melden die Positionen und Bewegungen des Körpers an das Gehirn. Sie befinden sich, ebenso wie die Nozizeptoren in faszialen Geweben (Bindegewebe) von z.B.:  Muskeln, Sehnen und Bändern
Die Faszien bilden eine Hülle, die Knochen, Muskeln und Organe einerseits verbindet, unterstützt und einhüllt, andererseits auch voneinander trennt.     Faszien bilden Spalträume, die mit Flüssigkeit gefüllt sind, damit die eingehüllten Organe, Muskeln usw. gegeneinander gleitend verschiebbar sind.

Eine besondere Bedeutung kommt den Nozizeptoren zu.
Sie melden Reize, die den Körper schädigen könnten. Wenn der Körper einen Unfall erleidet, senden Nozizeptoren einen Reflex mit 70 – 120 Meter  pro Sekunde über aufsteigende Fasern zum Thalamus, einem Schaltzentrum im Gehirn. Ist der Reiz stark, wird er vom Thalamus an das Großhirn weitergeleitet und der Körper empfindet an dieser Stelle z.B. Schmerz.
Dieser Prozess läuft über absteigende Fasern zurück zur verletzten Stelle am Körper und lässt die umliegenden Muskeln verkrampfen.

Durch diese Muskelverkrampfung / Schwellung wird die verletzte Stelle geschützt und der Regenerationsprozess beginnt. Besteht diese Schmerzsituation über einen längeren Zeitraum, verkleben zusätzlich die umliegenden Faszien – ein weitere Schutzfunktion. Dadurch entsteht ein Bewegungsverlust in den umliegenden Geweben und die Durchblutung wird gestört. Diese Restriktion kann auch dann noch bestehen, wenn der Ursprungsdefekt nicht mehr vorhanden ist, die Faszien aber die alte Verletzungsposition beibehalten.

Mit jedem therapeutischem Impuls werden die Faszien mit geringer Kraft irritiert. Wird nun diesem Reiz genügend Zeit gelassen, diese Information auf dem bereits beschriebenen Weg an den Thalamus weiter zu leiten und dort zu verarbeiten, erfolgt die Rückmeldung „kein Schmerz“. Der Körper reagiert mit Entspannung, das Bindegewebe wird weicher und die Faszienverklebungen lösen sich.

Dadurch erlangen die muskulo-skeletalen Strukturen wieder eine bessere Beweglichkeit. Die Durchblutung wird verbessert, die Nerven regenerieren sich, die Lymphe kann wieder ungehindert fließen. Auf Grund dieser reflektorischen Entspannung können sich viele Körperfunktionen wieder normalisieren.

Systematischer und ganzheitlicher Ansatz

“Weniger ist mehr“ ist ein grundlegendes Element der Therapie:
Schon minimale Interventionen oder Impulse können zu Veränderungen im ganzen System Körper und Mensch führen, wenn sie exakt und präzise gesetzt werden.
Als Impuls die Selbstregulierungsfähigkeit zu unterstützen ist die Therapie nicht auf körperliche Symptome beschränkt, obwohl sie dort ansetzt, sondern erstreckt sich auch auf emotionale und kognitive Gesundheit.

Hinweis: Aus Sicht der evidenzbasierten Medizin liegen keine Nachweise für spezifische Heilwirkungen vor.